Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

  • Geltung: Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Dienstleistungen, Aufträge und Lieferungen zwischen dem Fotografen Tarik Stuhlbacher/Targraphy (nachfolgend „Fotograf“) und dem Kunden.

  • Abweichungen: Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Fotograf stimmt diesen ausdrücklich in Textform (z. B. per E-Mail) zu.

  • Zielgruppe: Die AGB gelten sowohl für Verbraucher (B2C) als auch für Unternehmer (B2B), sofern in der jeweiligen Klausel keine Unterscheidung getroffen wird.

§ 2 Vertragsschluss und Buchung

  • Angebot: Die Präsentation der Leistungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe einer Anfrage dar.

  • Annahme: Ein Vertrag kommt erst zustande, wenn der Fotograf die Buchung in Textform (z. B. per E-Mail) bestätigt oder eine Anzahlungsrechnung stellt und diese vom Kunden innerhalb der genannten Frist beglichen wird.

§ 3 Preise, Anzahlung und Zahlungsbedingungen

  • Preise: Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarten Preise laut Angebot. Sämtliche Beträge verstehen sich als Endpreise. Aufgrund der Kleinunternehmerregelung gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG wird keine Umsatzsteuer erhoben und ausgewiesen.

  • Anzahlung: Bei Buchung wird eine Anzahlung in Höhe von 20 % des vereinbarten Gesamthonorars fällig, sofern dies im Angebot ausdrücklich vereinbart wurde. Die Anzahlung dient der verbindlichen Reservierung des Termins. Ein Anspruch auf Durchführung des Termins besteht erst nach vollständigem Zahlungseingang der Anzahlung.

  • Zahlungsziel: Der Restbetrag ist innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der endgültigen Rechnung ohne Abzug per Banküberweisung zu zahlen.

  • Zahlungsverzug: Bei Zahlungsverzug des Kunden gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Der Fotograf ist berechtigt, für die erste Mahnung eine Aufwandsentschädigung von 5,00 Euro und für jede weitere Mahnung 10,00 Euro in Rechnung zu stellen. Weitergehende Rechte (z. B. Übergabe an ein Inkassobüro) bleiben vorbehalten.

  • Zusatzkosten: Reisekosten, Spesen, Parkgebühren, Eintritte sowie anfallende Location-Gebühren sind nicht im Basispreis enthalten, es sei denn, sie wurden im Angebot explizit angeführt. Sie werden separat berechnet und nachgewiesen.

  • Eigentumsvorbehalt: Die gelieferten Fotos und Nutzungsrechte verbleiben bis zur vollständigen Bezahlung des gesamten Honorars im Eigentum des Fotografen.

§ 4 Urheberrecht und Nutzungsrechte

  • Urheberschaft: Das Urheberrecht an allen erstellten Lichtbildern und Werken verbleibt grundsätzlich beim Fotografen (§ 1, 2 UrhG).

  • Nutzungsrecht (Privat): Dem Kunden wird ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für den privaten Gebrauch eingeräumt (z. B. privater Druck, Teilen auf privaten Social-Media-Kanälen).

  • Kommerzielle Nutzung: Eine gewerbliche oder kommerzielle Nutzung (z. B. für Werbung, Firmen-Websites) bedarf einer ausdrücklichen schriftlichen Vereinbarung und einer entsprechenden Lizenzgebühr.

  • Namensnennung: Bei Veröffentlichungen im Internet ist der Fotograf gut sichtbar als Urheber zu nennen (z. B. „Foto: Targraphy“).

§ 5 Stornierung und Ausfallhonorar

  • Absage durch den Kunden: Tritt der Kunde vom Vertrag zurück, entstehen folgende Stornogebühren (basierend auf dem vereinbarten Gesamthonorar):

    • Bis 30 Tage vor dem Termin: Die Anzahlung wird als Aufwandsentschädigung einbehalten.

    • 29 bis 14 Tage vor dem Termin: 50 % des Honorars.

    • 13 bis 2 Tage vor dem Termin: 70 % des Honorars.

    • Ab 48 Stunden vor dem Termin oder bei Nichterscheinen: 90 % des Honorars.

  • Nachweisrecht: Dem Kunden bleibt der Nachweis offen, dass dem Fotografen kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

  • Krankheit/höhere Gewalt: Kann der Fotograf den Termin aufgrund von Krankheit, Unfall oder höherer Gewalt (z. B. Unwetter bei Outdoor-Shootings) nicht wahrnehmen, wird ein bereits bezahltes Honorar vollständig zurückerstattet. Ein weitergehender Schadensersatz ist ausgeschlossen, es sei denn, dem Fotografen fällt vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten zur Last. Der Fotograf bemüht sich in diesem Fall um einen adäquaten Ersatzfotografen, ohne dass hierauf ein Rechtsanspruch besteht.

§ 6 Durchführung des Shootings und Bildauswahl

  • Künstlerischer Gestaltungsspielraum: Die Erstellung der Fotos erfolgt auf Basis des künstlerischen Spielraums des Fotografen. Reklamationen bezüglich des Bildstils und der künstlerisch-technischen Gestaltung sind ausgeschlossen.

  • Bildauswahl: Der Fotograf trifft eine Vorauswahl der Bilder. Es besteht kein Anspruch des Kunden auf Herausgabe aller geschossenen Fotos, unvollendeten Bilder oder der Rohdaten (RAW-Dateien).

  • Lieferzeit: Die bearbeiteten Fotos werden dem Kunden innerhalb von 2 bis 3 Wochen nach dem Shooting digital (z. B. via Download-Link) zur Verfügung gestellt, sofern nicht anders vereinbart.

  • Mitwirkungspflicht: Der Kunde ist dafür verantwortlich, rechtzeitig zum Termin zu erscheinen. Verspätungen des Kunden gehen zu dessen Lasten und verkürzen die verbleibende Shooting-Zeit. Der Kunde sorgt zudem für eventuell benötigte Dreh- oder Fotogenehmigungen am Wunschort.

§ 7 Haftung und Mängel (Reklamation)

  • Haftungsbeschränkung: Der Fotograf haftet für Schäden – einschließlich des Verlusts von Bilddaten durch technischen Defekt – nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit gilt die unbeschränkte gesetzliche Haftung.

  • Mängelrüge für Unternehmer (B2B): Unternehmer müssen offensichtliche Mängel innerhalb von 7 Tagen nach Erhalt der Fotos in Textform rügen, andernfalls gelten die Bilder als mangelfrei abgenommen.

  • Gewährleistung für Verbraucher (B2C): Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen des österreichischen Rechts.

§ 8 Datenschutz und Bildfreigabe

  • Datenverarbeitung: Die zur Geschäftsabwicklung erforderlichen personenbezogenen Daten des Kunden werden DSGVO-konform verarbeitet.

  • Veröffentlichung: Der Fotograf darf Fotos aus dem Shooting nur dann für Eigenwerbung (Website, Social Media, Portfolio) nutzen, wenn der Kunde hierzu vorab eine separate Einwilligung erteilt hat.

  • Widerrufsrecht für Verbraucher (B2C nach FAGG): Verbraucher haben bei Fernabsatzverträgen (z. B. Buchung via E-Mail oder Online-Formular) ein 14-tägiges gesetzliches Widerrufsrecht.

  • Vorzeitige Ausführung: Verlangt der Kunde, dass die Dienstleistung noch vor Ablauf dieser 14-tägigen Widerrufsfrist begonnen wird (z. B. bei kurzfristigen Terminen), verliert er sein Widerrufsrecht, sobald die Dienstleistung vollständig erbracht wurde.

§ 9 Schlussbestimmungen

  • Anwendbares Recht: Es gilt das Recht der Republik Österreich unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.

  • Gerichtsstand: Sofern der Kunde Unternehmer oder Kaufmann ist, ist der Gerichtsstand der Sitz des Fotografen. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände in Österreich.

  • Alternative Streitbeilegung: Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die unter europa.eu zu finden ist. Der Fotograf ist zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle weder verpflichtet noch bereit.

  • Salvatorische Klausel: Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.